Regionalaufschläge bei DSL-Anbietern
Ein DSL-Kunde in Mecklenburg-Vorpommern, der bei 1&1 den gleichen Tarif gebucht hat, wie ein Kunde in Hamburg, zahlt häufig mehr als der Surfer in der Hansestadt. Wieso? Es liegt an seinem Wohnort.
Denn die vier großen Anbieter 1&1, Congstar, Alice und 02 haben besonder in dünn besiedelten Gebieten keine eigenen DSL-Netze installiert und verlangen deshalb von den dort ansässigen Kunden einen Regionalaufschlag. Rund 26 Prozent der Kunden dieser Anbieter sind davon betroffen, das fand das Vergleichsportal Check24.de heraus. Es untersuchte bei der Studie die Situation von 35.000 Haushalten. Weil die vier Großen eine Marktanteil von 22 Prozent haben, bedeutet das, umgerechnet auf die 26,5 Millionen DSL-Haushalte insgesamt, dass jeder 12 Haushalt von den Mehrkosten betroffen sind.
Manche Regionen trifft es besonders hart
In machen Regionen müssen Nutzer besonders häufig draufzahlen, so etwa in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sind es 14 Prozent aller Verbraucher mit DSL-Zugang, die betroffen sind. Die Kunden von Alice, Congstar & Co. sind sogar zu 64 Prozent von dem Aufschlag betroffen. Deutlich weniger sind es dagegen in Regionen um Hamburg, Bremen und Berlin herum: Hier zahlt nur ein Prozent aller DSL-Nutzer drauf, von den Kunden der vier genannten Anbieter sind vier Prozent betroffen.
Man sollte beim Abschluss eines DSL-Vertrages deshalb auf das Kleingedruckte schauen. Denn die beworbenen Preise beinhalten die Aufschläge nicht. Und so kann es vorkommen, dass wenn man in einer „benachteiligten Region“ wohnt, ein auf den ersten Blick günstiger Anbieter tatsächlich teurer ist als mancher Konkurrent.