Facebook vs. Ilse Aigner
Das soziale Internet-Netzwerk und die Verbraucherschutzministerin kommen nicht zu einer gemeinsamen Lösung beim Thema Datenschutz – die Ministerin kündigte Facebook deshalb jetzt die Freundschaft.
Seit Monaten versucht Aigner den Internetkonzer dazu zu bringen, die Daten der Facebook-Mitglieder besser zu schützen. Zuletzt Anfang April hatte die Ministerin in einem offenen Brief an Mark Zuckerberg, Chef des US-Unternehmens, gegen die Pläne protestiert, Nutzerdaten künftig automatisch an dritte weiterzugeben.
Um zu verhindern, dass persönliche Informationen ungefragt veröffentlicht und vermarktet werden, müssen sich User durch ein zeitaufwendiges Menü klicken.
Aigner will nicht hinnehmen, dass der Konzern die Datenschutzrichtlinien weitgehend ignoriert und die Mitglieder des Netzwerkes so wenig schützt. Deshalb lässt sie momentan prüfen, inwiefern gegen deutsche Gesetze verstoßen werde und ein Bußgeld verhängt werden könne.
Zwar hatte Facebook sich nach der Welle von Kritik auch von Mitgliedern bereit erklärt, mit den Daten der Mitglieder zukünftig sensibler umzugehen. Nach einem Gespräch mit der Ministerin hatte diese sich jedoch skeptisch geäußert, dass diese Maßnahmen ausreichend seien. Zuckerberg verkündete auf einer Konferenz in Palos Verdes, dass das Unternehmen weiter seine Strategie verfolgen wolle, die auf dem Austausch von Daten beruhe und das Unternehme groß gemacht habe.